Kosten und Förderung

Was kostet eine Wärmepumpe?

Investitionen in moderne Heizsysteme, die zudem zu einem hohen Anteil erneuerbare Energien nutzen, sind sehr nachhaltige Investitionen. Sie liegen bei Wärmepumpen zunächst etwas höher als bei fossilen Heizsystemen, dafür profitieren sie von staatlichen Fördermitteln und rentieren sich sehr schnell durch deutlich niedrigere Energiekosten.
Für die Investitionskosten lassen sich nur Richtwerte angeben, die eine ungefähre Orientierung bieten. Die konkreten Kosten für eine einzelne Anlage hängen von vielen Faktoren ab.


Anschaffungskosten
Für eine Luftwärmepumpe sollten inklusive Installation rund 12.000 bis 14.000 Euro kalkuliert werden, bei einer Erdwärmepumpe liegen die Kosten für das Aggregat bei ca. 9.000 bis 11.000 Euro, Zusätzlich müssen für die nötigen Erdbohrungen Mittel eingeplant werden. Für Erdsonden liegen diese zwischen 50 und 75 Euro pro Meter Bohrtiefe – je nach Bodenbeschaffenheit auch darüber – und für Erdkollektoren müssen zusätzlich etwa 25 Euro pro Quadratmeter eingerechnet werden.


Bei einer Grundwasserwärmepumpe liegen Kosten ähnlich wie bei einer Erdwärmepumpe, hinzu kommen Erschließungskosten in Höhe von ca. 4.000 bis 7.000 Euro. Eine Hybridwärmepumpe kann ggf. einen bestehenden Heizkessel weiter nutzen, oder es muss ein neues Kombigerät angeschafft werden. Hier hängen die Kosten stark von dem Kombigerät ab. Für den Wärmepumpenteil sollten mindestens 2.000 Euro eingeplant werden sowie gegebenenfalls Erschließungskosten.


Betriebskosten
Da die Hauptenergie der Wärmepumpe aus der Umwelt, sprich Erde, Wasser oder Luft kommt, besteht der wesentliche Teil der Betriebskosten aus dem Stromverbrauch. Dieser kann stark variieren bedingt durch verschiedene Faktoren wie z.B. dem gewählten Wärmepumpenmodell, den Außentemperaturen sowie dem tatsächlichen Heizbedarf.


Einen Richtwert für die zukünftigen Stromkosten kann man erhalten, wenn Heizbedarfswert durch die erwartete Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe teilt. So erhält man den voraussichtlichen Stromverbrauch für die Wärmepumpe.
Wichtig ist also, die Stromkosten niedrig zu halten. Dies geht am besten, wenn man den Strom mit einer PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach selber produziert. Darüber hinaus kann man für die Wärmepumpe einen eigenen Stromvertrag abschließen und einen speziellen Heizstrom-Tarif wählen. Dieser ist günstiger als ein normaler Haushaltsstromtarif. Im Schnitt werden ca. 22 Cent statt der sonst üblichen ca. 30 Cent pro Kilowattstunde fällig.


Wartungskosten
Die Wartungskosten sind bei reinen Wärmepumpen geringer als bei anderen Heizungen. Sie beschränken sich auf eine Kontrolle der mechanischen Bauteile und die Überprüfung von Dichtheit, Druck und Temperatur. Dafür können jährlich etwa 100 Euro veranschlagt werden – und auch wenn es Glück bringen soll: Auf den Besuch des Schornsteinfegers kann bei reinen Wärmepumpensystemen verzichtet werden.


Fördermittel
Staatliche Stellen fördern den Einbau von Wärmepumpen mit Zuschüssen und günstigen Krediten. Sie senken somit die anfänglichen Investitionskosten. Mehr erfahren

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