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Infos und Angebote für Lehrer aller Schulformen, Erzieher, Studierende, Eltern und Schüler

  • Um Klimaschutz-Themen fächerübergreifend oder in Projektwochen sowie Arbeitsgruppen in Schulen zu bearbeiten, bietet der Orientierungsplan für den Lernbereich Globale Entwicklung viele Anknüpfungspunkte. Dazu sind sich auf dem Portal "Globales Lernen" Bildungsmaterialien zusammengestellt, die Ursachen, konkrete Folgen und Auswirkungen des Klimawandels thematisieren. Weiterhin werden Initiativen und Aktionen vorgestellt, die zum Mitmachen anregen und eigene Handlungsmöglich-keiten aufzeigen. Das Portal Globales Lernen ist ein Gemeinschafts-projekt der Eine Welt Internet Konferenz (EWIK) und wird über den World University Service (WUS) e.V. von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
  • Das Portal des UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) bietet Informationen zu den fünf verschiedenen Bildungsbereichen (frühkindliche Bildung, Schule, berufliche Bildung, Hochschule, non-formale und informelle Bildung), den Aktivitäten in Deutschland und weltweit sowie eine umfangreiche Infothek mit Lehrmaterialien und anderen Publikationen.
  • Das SAME World Projekt ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen verschiedenen europäischen Verbänden, einschließlich Lehrerverbänden, NGOs und einem Zusammenschluss von Online-Universitäten. Die Plattform „SAME World / Edu-Kit“ bietet eine Vielzahl frei verfügbarer Materialien zu Umweltgerechtigkeit, Klimawandel und Umweltmigration für Lehrer, Erzieher und Eltern. Neben Anregungen, Methoden und Kopiervorlagen zum Download (auch in deutscher Sprache) werden auch Online- und Präsenzfortbildungen (Blended Kurs) für Lehrkräfte, Eltern und Bildungsreferenten angeboten.
  • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) und seine nachgeordneten Behörden informieren im BMU-Bildungsservice über aktuelle Themen und Angeboten zu Umwelt- und Naturschutz für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrkräfte. Auch Bildungsmaterialien für Grund- und Sekundarstufe, die zweiwöchentlich erscheinenden Unterrichtsvorschläge „Umwelt im Unterricht“ und eine im Herbst 2017 neu erstellte Klima-Themenseite sind dort zu finden. Dort finden sich auch Handreichungen für die Sekundarstufe und die Grundschule, die es erleichtern, das Thema Klimawandel in die Schulpraxis zu integrieren. Die Handreichungen zeigen, wie verschiedene Aspekte des Themas in verschiedenen Altersstufen und Fächern aufgegriffen und miteinander verknüpft werden können.
  • Praxis Umweltbildung ist ein Service für Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Umweltbildung, Kinder- und Jugendarbeit mit Projektbeispielen und Anleitungen für die eigene Praxis zu den Themen Gesundheit, Ernährung, Fußball, Kleidung, Landart, Handy, Wasser, Kosmetik, Klima, Mobilität und Regenwald.
  • Der Informationsdienst Umweltschulen bietet Informationen zu Müllvermeidung, Energiewende und -effizienz, Klimaschutz, Naturschutz und gesunder Ernährung. Lehrkräfte und Schulleiter finden dort Anregungen, Methoden, Material oder Partner für die Umweltbildung sowie Tipps zur Verbesserung der Qualität ihrer Schule und zur Orientierung am Leitbild der Nachhaltigkeit. Weiterhin gibt es Hintergrundinformationen, Lehr- und Arbeitsmaterialien sowie Praxisbeispiele aus Modellprojekten und besonders vorbildlichen Schulen sowie Multimediaangebote für die Umweltbildung (Lerntheorien, Didaktik, Software).
  • Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) hat bereits eine Vielzahl von Publikationen wie Bücher, Zeitschriften, Bildungsmaterialien, Papern und Stellungsnahmen zu umweltrelevanten Themen veröffentlicht. Die von UfU erstellten Bildungsmaterialien sind für unterschiedliche Altersstufen und Zielgruppen, wie Kitas, Schulen und Weiterbildung. Ein Großteil der Broschüren, Arbeitsblätter, Unterrichtseinheiten, Projektskizzen, Handreichungen oder Fortbildungsskripte für die Lehrerausbildung stehen kostenlos zum Download zur Verfügung. Weitere sind (teilweise kostenpflichtig) als Druckversion im UfU-Shop verfügbar. Dazu gehören z.B. die beiden „Kleinen Handbücher für Klimaretter“ und die Handreichung „Passivhaus-Schulen werden aktiv“, mit der Lehrkräfte ab Klasse 4 ihren Schülern ein Verständnis für zukunftsweisendes Bauen vermitteln können.
  • Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) repräsentiert die wesentlichen Akteure der deutschen Klima- und Klimafolgenforschung und führt renommierte Forschungseinrichtungen zusammen, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, klimatische Veränderungen zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten der Vermeidung und Anpassung aufzuzeigen. Im Bereich Bildung hat das DKK verschiedene Infos zu den Themen Klima im Beruf und im Studium, u.a. entsprechende Stellenangebote, Studiengänge und eine Bildungsdatenbank. Darüber hinaus hat das DKK zusammen mit der Naturschutzorganisation WWF einen interdisziplinären Massive Open Online Course (MOOC) zum Klimawandel und seinen Folgen entwickelt: Die frei und kostenlos zugängliche Online-Vorlesung startet jeweils im Oktober mit dem neuen Kurs. In der Vorlesungsreihe werden die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, die Folgen für Natur und Gesellschaft und ein Ausblick auf Lösungsoptionen von Wissenschaftlern aus den DKK-Mitgliedsinstitutionen präsentiert. Das MOOC ist ein modernes Bildungsformat und richtet sich in erster Linie an Studierende, Lehrkräfte und alle anderen, die sich über den Klimawandel und seine Folgen informieren wollen. Die Online-Vorlesungen auch auf Englisch verfügbar.
  • Das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung e. V. (PIK) betreibt zusammen mit der WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH das Portal Klimafolgen-Online.de. Darin werden mögliche Folgen des Klimawandels in Deutschland für die Sektoren Klima, Land- und Forstwirtschaft, Wasser, Energie, Tourismus und Gesundheit veranschaulicht. Die Nutzer können Parameter wie beispielsweise Temperatur, Ernteerträge oder Waldbrandgefahr ausgewählten, die sich als Messdaten für den Zeitraum von 1901 und als zukunftsorientierte Simulationen bis 2100 darstellen lassen. Als Kooperationspartner stellt das Portal „Lehrer-Online“ Lehrkräften Unterrichtsmaterialien, Hintergrundinformationen und ein Glossar zur Verfügung.
  • Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online setzt sich für die Reduktion des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid ein. Mit onlinebasierten Informationskampagnen, EnergiesparChecks, Wettbewerben und Praxistests unterstützt das Unternehmen private Haushalte beim Energiesparen und beim Reduzieren ihrer CO2-Emissionen. Unterstützt wird co2online von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie einem Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.
  • Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) ist der Dachverband der Umweltbildungseinrichtungen in Deutschland. Neben einer bundesweiten Übersicht zu Fortbildungsmöglichkeiten für Kinder/Familien, Pädagogen/Lehrer, Multiplikatoren und Netzwerkpartner finden sich auf der Seite auch eine bundesweite Datenbanksuche für Umweltzentren und Referenten.
  • Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) informiert auf über seinen Seiten u.a. über die jährlich von der Landesregierung verliehene Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“, nachhaltige Schülerfirmen in Niedersachsen und außerschulische BNE-Lernorte wie Nationalparkhäuser und die Niedersächsischen Landesforsten.
  • Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) ist seit den achtziger Jahren die niedersächsische Bildungseinrichtung für haupt- und ehrenamtlich Tätige im Naturschutz. Zudem ist die NNA seit 2003 Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und hat eine entsprechende Datenbank mit den Einsatzstellen in Niedersachsen.
  • Das Niedersächsische Kultusministerium (MK) bündelt nicht nur alle Informationen zur Bildung in allgemein bildenden Schulen und Berufsschulen sowie im Bereich frühkindliche Bildung, sondern bietet auch eine Übersicht der außerschulischen BNE-Lernstandorte – inklusive der regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) – und weiterer BNE-Angebote in Niedersachsen.
  • Der Niedersächsische Bildungsserver (NiBiS) ist das Bildungsportal des Landes Niedersachsen im Schulbereich und bündelt Informationen zur allgemeinen und beruflichen Bildung, den curricularen Vorgaben sowie geordnet nach Bildungsthemen und Zielgruppen.
  • Der gemeinnützige Förderverein Umweltschule in Europa Niedersachsen e.V. hat als Ziel die ideelle und finanzielle Förderung aller Aktivitäten, die der Entwicklung und Verbreitung des Projekts „Umweltschule in Europa“ dienen. "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule " ist eine Ausschreibung der internationalen Stiftung für Umwelterziehung F.E.E. (Foundation for Environmental Education). Das Projekt zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Curriculum und im Schulleben. Unabhängig von Ausgangssituation und Schulform können alle Schulen die Auszeichnung "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule" erhalten, wenn sie innerhalb der zweijährigen Projektzeit ein selbst entwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen. In Niedersachsen stieg die Zahl der beteiligten Schulen seit der Pilotphase im Jahr 1995 auf 358 (Ausschreibung 2015-2017).
  • JANUN e.V. ist ein landesweites Netzwerk von Jugendgruppen im Natur- und Umweltschutz in Niedersachsen, das Jugendliche für ökologische und soziale Themen sensibilisiert und Handlungsmöglichkeiten auf politischer wie individueller Ebene aufzeigt. Gleichzeitig schafft JANUN Angebote und bietet Strukturen, die Jugendliche bis 27 Jahre vernetzen, qualifizieren sowie in ihrem Engagement stärken und unterstützen.
  • Beim „Klima-Wecker“ finden Schüler Informationen, Medien und Links, um in und außerhalb der Schule in die Themen Energie und Klimaschutz einzusteigen. Für Lehrkräfte werden zum selben Themenfeld Filme, Materialien und Unterrichtsideen bereit gestellt, die flexibel kombinierbar sind.
  • StartGreen@School ist bundesweites Projekt mit den Zielen, an Schulen eine nachhaltige Gründungskultur zu fördern und damit langfristig über innovative Gründungen die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Interessierte Lehrkräfte, Schüler und Schülerfirmen werden mit Fortbildungen, Coachings, Unternehmenspatenschaften etc unterstützt. Weitere Informationen und Materialien zu nachhaltigen Schülerfirmen sowie die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung finden sich zudem in der „NaSch-Community“, dem Netzwerk für nachhaltige Schülerfirmen.
  • Das Spiel "Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel" stellt erneuerbare Energien in den Vordergrund und soll Mädchen neugierig auf eine technische Ausbildung machen, vor allem im Umweltbereich. Das Abenteuerspiel wurde für 12- bis 16-Jährige entwickelt und ist kostenlos im Google Play Store und im App Store verfügbar. 2017 wurde es mit dem Pädagogischen Medienpreis ausgezeichnet. Ergänzend zum Computerspiel gibt es Unterrichtsmaterial und Informationen zur Berufsorientierung. "Serena Supergreen" kann also nicht nur individuell zu Hause gespielt, sondern auch im Schulunterricht oder in der außerschulischen Berufsorientierung eingesetzt werden. Neu seit April 2018 ist das Thema Solarwärme: Neben fachlichen Hintergrundinfos gibt es eine Übersicht zu den technischen Inhalten, eine Auflistung der Lernziele und eine Einordnung dieser in die Rahmenlehrpläne der einzelnen Bundesländer.
  • BildungsCent e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 2003 mit unterschiedlichen Programmen und Projekten für neue und nachhaltige Lehr- und Lernkultur fördert. In der Material-Bibliothek finden sich zum kostenlosen Download zahlreiche Wissens- und Impulskarten, Ideen- und Lernhefte, Poster, Online-Quiz, Videos und ein Film-Archiv, die im Rahmen der Programme entstanden sind. Die Materialien können je nach Wissens- und Erfahrungsstand leicht an verschiedene Zielgruppen und Klassenstufen angepasst werden.

Das BMU fördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative Klimaschutzprojekte in Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen des Klimawandels und Lösungen zu sensibilisieren sowie CO2-Minderungspotenziale zu aktivieren. Folgende Bildungsprojekte werden aktuell gefördert:

  • "Escape Climate Change!" ist ein Spiel, welches das Thema “Klimaschutz” mit Spaß und Spannung angeht. Das Konzept basiert auf der Idee des Escape Games, bei dem es einer Kleingruppe gelingen muss, in einer vorgegebenen Zeit ein komplexes Rätsel zu lösen. Das Game wendet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II. Bei Escape Climate Change müssen die Jugendlichen gemeinschaftlich einen finalen Geheimcode knacken, der sich innerhalb einer Box befindet. Jede Schule und Bildungseinrichtung kann Escape Climate Change kostenlos bestellen, das Spiel kann im Klassenraum gespielt werden. Für Lehrerkräfte stehen Hilfestellungen und Begleitmaterialien zur Verfügung. Infos und Bestellung unter: www.escape-climate-change.de.
  • Bei "Schule·Klima·Wandel" lernen Schüler von Gleichaltrigen, wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Schulalltag gelebt werden können: Als Klima-Botschafter ausgebildete Jugendliche führen mit Schülern Workshops zum Klimawandel und dessen Folgen durch und erarbeiten gemeinsam kon-krete Ideen für mehr Klimaschutz.
  • Im Projekt "KEEKS – Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen" wird die Klimawirkung unserer Ernährung sichtbar gemacht . Dafür wird die Schulverpflegung in 24 offenen Ganztagsschulen untersucht und Vorschläge entwickelt, wie die Küchen klima- und energieeffizient wirtschaften können.
  • Bei "Klasse Klima - Her mit der coolen Zukunft" werden bundesweit junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet, die anschließend für 5. bis 13. Klasse Projekttage und AGs an Schulen gestalten. Schwerpunkte sind dabei konkrete und besonders wirksame Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Mobilität, Konsum, Ernährung und Energie.

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin:

Ruth Märtin

0511 89 70 39-37

ruth.maertin [at] klimaschutz-niedersachsen.de