Die Schüler und Lehrer der Georg-von-Langen-Schule aus Holzminden freuen sich mit ihrem Paten Lothar Nolte von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (li.) über das Ergebnis des Schulwettbewerbs. © co2online

Schulwettbewerb „Energiesparmeister 2016“: Georg-von-Langen-Schule aus Holzminden erreicht 4. Platz im Bundeswettbewerb

Modell vom "Wattamaran"

© Georg-von-Langen-Schule

Die Georg-von-Langen-Schule aus Holzminden hat mit ihrem Projekt „Wattamaran“ beim bundesweiten Schulwettbewerb „Energiesparmeister 2016“ den 4. Platz erreicht. 297 Schulen aus ganz Deutschland mit rund 32.000 Schülern und Lehrern hatten ihre Klimaschutzprojekte eingereicht, davon 29 aus Niedersachsen. Auf der Preisverleihung in Berlin überreichte Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, den Preis in Höhe von 2.500 Euro.  

Die Schüler der 12. Klasse des beruflichen Gymnasiums Technik in Holzminden hatten die Idee, die drei erneuerbaren Energiequellen Wind, Wasser und Sonne miteinander zu kombinieren. Dafür bauten sie ein Grundgestell aus zwei Pontons zusammen, zwischen denen ein Wasserrad läuft. Zusätzlich dienen ein Windrad sowie ein Überdachung mit Solarzellen zur Energiegewinnung. Dieses „Wattamaran“ genannte Floß soll in der Nähe eines Fahrradweges in die Weser gesetzt werden. Durch das Wasserrad ist dauerhafte Stromerzeugung gesichert. Der erzeugte Strom soll eine Fahrradladestation für E-Bikes anzutreiben sowie die Beleuchtung eines öffentlichen Radwegs und eines Fahrradparkhauses. Insgesamt beläuft sich der finanzielle Aufwand auf rund 1.500 Euro.  

Thorsten Pahl, der als Lehrer an der Georg-von-Langen-Schule das Projekt begleitet, fasst zusammen: „`Wenn Ihr Strom Volt, dann müßt Ihr Watt machen´ -  unter diesem Motto sind unsere Schüler von Anfang an mit großem Engagement dabei. Wir nutzen regelmäßig unseren Praxisunterricht für Planung und Bau, aber viele Schüler investieren auch ihre Freizeit. So haben sie es auch geschafft, für einen Großteil der Kosten Sponsoren zu finden. Außerdem zeigen sie den „Wattamaran“ auf Messen und versuchen, einen Hersteller dafür zu finden. Unser kleines Kraftwerk ist nahezu überall einsetzbar und durch die niedrigen Kosten unserer Meinung nach für viele Gemeinden und Unternehmen interessant.“ 

Bei der Preisverleihung betonte Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: „Wir freuen uns sehr über die tolle Platzierung des Projektes. Es zeigt beispielhaft, was mit Phantasie, technischem Know-How und Enthusiasmus – den Zutaten für eine erfolgreiche Energiewende – möglich ist. Beindruckend ist auch, dass sich die Schüler neben der technischen Umsetzung auch schon mit der Stadt Holzminden und weiteren Institutionen zu einem Standort abgestimmt und einen Abnehmer für den Strom gefunden haben.  Man kann nur hoffen, dass der „Wattamaran“ an vielen anderen Orten zum Einsatz kommt.“. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen unterstützt seit 2015 die niedersächsische Gewinnerschule als Patin im Bundeswettbewerb. 

Die Georg-von-Langen-Schule hatte sich im Mai unter insgesamt 29 Schulen aus Niedersachsen durchgesetzt. Im finalen Online-Voting unter allen 16 Landessiegern erreichten die niedersächsischen Schüler dann den vierten Platz. Als Landessieger freuen sie sich über ein Preisgeld von 2.500 Euro. Die Gewinner des Bundeswettbewerbs wurden im Juli 2016 bei der Jugendmesse YOU in Berlin bekannt gegeben.  


Der Wettbewerb:

Der Schulwettbewerb „Energiesparmeister“ fand 2016 zum achten Mal statt. Jedes Jahr werden dabei Preise in Höhe von 50.000 Euro an engagierte Schulen vergeben. Der Energiesparmeister-Wettbewerb wird im Rahmen der Klimaschutzkampagne vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und von co2online durchgeführt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist Schirmherrin des Wettbewerbs. 


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"Der „Wattamaran“ sticht in See". Die Geschichte der Eneriespameister aus Holzminden

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