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Escape Rooms zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz - zweite Projektphase ist gestartet

Die Zeit läuft und das Spiel beginnt 
© AEWB, Annette Werhahn

Escape Rooms haben in den letzten Jahren den deutschen Markt erobert. Menschen aller Altersklassen begeben sich dabei in einen verschlossenen Raum, in dem sie innerhalb von einer Stunde Rätsel lösen müssen, um sich freizuspielen. Die Spiellogik von Escape Rooms erfordert von den Spielern logisches Denken, Kreativität und Teamplay. Damit ist sie sehr gut für die Bildungsarbeit geeignet. 

Hier knüpft das Projekt „Act. Change. Escape the Room. Spiel für eine zukunftsfähige Welt“ an und überträgt das Spielprinzip in die politische Bildung. Durch die spielerische Methode werden die Themenfelder Nachhaltigkeit und Klimaschutz so aufbereitet, dass unterschiedliche Zielgruppen einen leeichten Zugang finden. So wird ein handlungsorientierter Zugang ermöglicht und Reflexionsprozesse  angestoßen – und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Nachdem in den vergangenen Monaten die Konzeption und zahlreiche Rätsel erstellt wurden, wurde der Escape Room seit Juni mehrfach erfolgreich gespielt. 
Kurzbeschreibung Escape Room „Act. Change. Escape the Room. Spiel für eine zukunftsfähige Welt

Nach den Sommerferien ist die zweite Projektphase gestartet, in der der Escape Room mit Hilfe von Workshops und Schulungen in Niedersachsen verbreitet werden soll.

Dafür besteht die Möglichkeit, den Escape Room in Workshops selbst auszuprobieren und verschiedene Einsatzmöglichkeiten kennenzulernen:
21.10.19, 13-17 Uhr, Hannover (nur noch Restplätze)
11.12.19, 13-17 Uhr, Hannover (Anmeldefrist: 27.11.19)
Mehr Informationen zu den Workshops

Für Interessierte, die den Escape Room selbst gerne anschaffen und einsetzen möchten, werden zweitägige Schulungen angeboten:
26./27.11.19, Hannover (nur noch Wartelistenplätze)
21./22.01.20, Papenburg (Anmeldefrist: 20.11.19)
13./14.02.20, Barendorf bei Lüneburg (Anmeldefrist: 20.11.19)
Mehr Informationen zu den Schulungen

Die Schulung kann unabhängig von einem Workshoptag besucht werden. Da der Escape Room bei der praktischen Umsetzung zu zweit angeleitet wird, sollten die Interessierten bereits bei der Schulung als Tandem teilnehmen.

Anmeldungen zu den Workshops und Schulungen bitte an Henriette Lange (VNB) unter 0511-123564921 oder henriette.lange@vnb.de. 

Der Escape Room wurde als mobiler und damit übertragbarer Raum konzeptioniert und erprobt. Zielgruppen sind sowohl Jugendliche ab 14 Jahren als auch Erwachsene in einer Gruppengröße von bis zu 15 Personen. Durch ein alltagsnahes Setting können Menschen unabhängig von Alter, Bildungsstand oder Vorerfahrungen aktiv teilnehmen. Die Inhalte und spielerischen Elemente sind so angelegt, das kein detailliertes Hintergrundwissen zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorhanden sein muss. 

Damit ist der Escape Room für vielfältige Gruppen geeignet: Er kann z.B. von außerschulischen Jugendgruppen, Schulklassen, Kursen des zweiten Bildungsweges, Vereinsmitgliedern oder Teams in Unternehmen genutzt werden. Auch bei Veranstaltungen wie Klimaschutz-Aktionstagen, Messen oder bei mehrtägigen Seminaren für Freiwilligendienstleistende, in Bildungsurlauben, Projekten oder auf Schulfreizeiten ist die Methode gut einzusetzen.

Immer wieder gibt es neue Hinweise zur Lösung des Falls 
© AEWB, Annette Werhahn

Und diesen Fall gilt es zu lösen: Ein Elektroschrotthändler aus Ghana wurde wegen der Entsorgung von giftigem Müll angeklagt – er soll containerweise Kabel, Smartphones und Bildschirme auf die größte Elektro-Mülldeponie der Welt verschifft haben. Aber ist er wirklich der Drahtzieher oder nur ein kleiner Fisch? Die internationale Polizei hat Hinweise, dass sich die wahren Täter (oder Täterinnen) noch auf freiem Fuß befinden. Als Sonderermittlungsgruppe hängen sich die Spielerinnen und Spieler an die Fersen eines kriminellen Netzwerks. Nur wer alle Hinweise findet, kann die Täter dingfest machen. Eines ist sicher: In 60 Minuten endet die Frist, um dem Gericht neue Beweise vorzulegen. 

Nach der Lösung des Falls geht es für die Teilnehmenden in eine anschließende Reflexionsphase, die u.a. die Themen nachhaltiger Konsum und Produktion sowie globaler Handel und Klimaschutz aufgreift. 

 

 

Das Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert und in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB), den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN.nord) sowie der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) durchgeführt. 

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin

Sandra Dietrich

0511 89 70 39-21

sandra.dietrich [at] klimaschutz-niedersachsen.de