Die Jurymitglieder des Ideenwett-bewerbs vom „Klima(s)check für Sportvereine" (v. l.): Dr. Christian Jacobs (Umweltministerium), Ruth Märtin (KEAN),  Christa Lange (LSB), Silke Hilker (Umweltministerium), Lothar Nolte (Geschäftsführer KEAN) und Norbert Engelhardt (Vorstand LSB). © KEAN

 

 

„Klima(s)check für Sportvereine“: Jury hat entschieden - 10.000 Euro für Mündener Ruderverein

25.02.2019: Der diesjährige Gewinner vom Ideenwettbewerb rund um Klimaschutz und Energiesparen im Sportverein steht fest: Unter den Bewerbungen aus ganz Niedersachsen setzte sich bei der Jurysitzung Ende Februar der Mündener Ruderverein von 1912 e. V. aus dem Landkreis Göttingen durch. Offiziell überreicht wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis bei der 8. Mündener Stadtregatta Ende August. KEAN-Geschäftsführer Lothar Nolte gratuliert im Namen der Jury: „Herzlichen Glückwunsch in die Drei-Flüsse-Stadt, nach Hannoversch Münden! Wir sind gespannt auf die Umsetzung der vielen guten Ideen, die zur Nachahmung anregen.“

Zur Homepage des Mündener Rudervereins von 1912 e.V.

Am Ende gab es einen klaren Sieger: Mit seinem umfassenden Konzept für die diesjährige Mündener Stadtregatta hat der Mündener Ruderverein die Jury überzeugt. Als Wassersportler erleben die Vereinsmitglieder den Klimawandel in Form von jährlichen Hochwassern, aber auch dem extremen Niedrigwasser im letzten Sommer, stärker und unmittelbarer als andere (Indoor-)Sportler.

Umweltschutz und Energiesparen sind vor diesem Hintergrund fest im Vereinsleben verankert. So hat das Bootshaus seit 2004 eine Solarthermie-Anlage, die dieses Jahr um Photovoltaik-Module ergänzt werden soll. Weiterhin sind Maßnahmen zum Bienen- und Vogelschutz auf dem Vereinsgelände geplant. Parallel dazu hat der Ruderverein beschlossen, seine Stadtregatta am 30. und 31. August nachhaltiger aufzustellen. Neben der klimafreundlichen Veranstaltungsorganisation mit regionalen und größtenteils Bio-Produkten und dem kompletten Verzicht auf Einweggeschirr und Plastikbesteck soll bereits bei der Ausschreibung der Regatta auf Nachhaltigkeitsaspekte wie fair produzierte T-Shirts hingewiesen werden. Bei der Veranstaltung soll es einen Markt der Möglichkeiten mit Tipps zu Energiesparen und Klimaschutz geben. Hier sollen auch die Ergebnisse einer professionellen Energieberatung vorgestellt werden, die der Verein im vergangenen Jahr erhalten hat. Jeder Besucher, der mit dem Fahrrad zur Veranstaltung kommt, soll einen Verzehrgutschein bekommen.

Thomas Kossert, Pressesprecher des Vereins, nach dem Juryentscheid: „Die Freude bei uns ist riesengroß! Wir wollen unser jährliches Großereignis nutzen, um unsere Vereinsmitglieder, die Teilnehmenden und Besucher zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Alltag zu motivieren. Und diese Themen sollen bei uns im Ruderverein keine Eintagsfliege bleiben, sondern ein Dauerbrenner werden. Mit den Erfahrungen der Stadtregatta wollen wir in Zukunft auch unsere anderen Veranstaltungen ausrichten und Vorbild für andere Vereine sein.“

Der Ideenwettbewerb wird einmal jährlich ausgelobt. Er ist ein Bestandteil der Kampagne „Klima(s)check für Sportvereine“, die 2017 vom LandesSportBund, dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und der KEAN initiiert wurde. Ziel ist es, Bewusstsein und Engagement für Energieeffizienz und Klimaschutz in niedersächsischen Sportvereinen zu stärken. Als zweiter Bestandteil werden professionelle Energieberatungen in den Vereinen mit bis zu 2.500 Euro gefördert. Besonders interessant für die Vereine: Sie bekommen von den Energieberatern nicht nur auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Tipps zum energetischen Sanieren und Energiesparen, sondern auch zu aktuellen Förderprogrammen.

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