Energiemanagementsysteme wie EMAS identifizieren Einsparpotenziale

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Energiemanagementsysteme

Die Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) in einem Unternehmen beinhaltet ähnliche strategische und organisatorische Vorbereitungen wie bei anderen Managementsystemen und –entscheidungen auch: Ziele formulieren, Verantwortlichkeiten festlegen und entsprechende organisatorische Strukturen schaffen. Bei EnMS heißt das: Ein Energiemanager sollte die Steuerung übernehmen, in größeren Unternehmen kann dies auch ein Energieteam sein.

Ein EnMS dient dazu, Energieverbräuche und –kosten zu erfassen und für alle Unternehmensbereiche transparent zu machen. Schnell können Sie dadurch unerkannte Energieeinsparpotenziale offenlegen und geeignete Verbesserungsmaßnahmen entwickeln. Ziele eines EnMS sind: Optimierung verfahrenstechnischer Anlagen und Produktionsprozesse sowie Energiesparmaßnahmen im Bereich der Querschnittstechnologien.

Aktuell: Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Im Frühjahr 2015 trat das Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G) in Kraft. Ein wesentliches Element ist das verpflichtende Energieaudit nach DIN EN 16247-1. Diese Pflicht gilt branchenübergreifend für alle Unternehmen, die nicht die Kriterien für kleine oder mittlere Unternehmen der EU erfüllen (Nicht-KMU). Bis zum 05.12.2015 hatten die Unternehmen erstmalig ein Energieaudit durchzuführen - nach vier Jahren steht nun die turnusgemäße Neu-Auditierung an.

Informationen zum EDL-G von 2015

Erklär-Videos zum EDL-G von 2015

Informationen: Was gehört zu einem Energieaudit?

Neues Merkblatt des BAFA zum Energieaudit

BMWi-Förderung von Soft- und Hardware im Zusammenhang mit der Einrichtung oder Anwendung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems

Welche Systeme gibt es sonst noch?

Unternehmen haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Energiemanagementsystemen. Welches das für Sie passende ist, hängt von mehreren Faktoren ab wie die Unternehmensgröße, der organisatorische Aufwand sowie den erhofften Energieeffizienzzielen. 

  • Umweltmanagement (EMAS): Ein freiwilliges Umweltmanagement zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung eines Unternehmens. Mehr zu EMAS
  • EnMS nach DIN EN ISO 50001: Die Einführung eines EnMS nach DIN EN ISO 50001 ist grundsätzlich in allen Unternehmen möglich, ob in KMU oder größeren Unternehmen. Es lässt sich zudem mit anderen Managementsystemen verbinden – so schaffen Sie weitere Synergien. Mehr zum EnMS nach DIN EN ISO 50001 auf der Seite des TÜV.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner:

Yannick Heringhaus

0511 89 70 39-31

yannick.heringhaus [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Weitere Informationen

Ein umfassende

"Bestandsaufnahme und orientierende Bewertung dezentraler Energiemanagementsysteme" hat das Umweltbundesamt veröffentlicht.

Förderprgramme

Ausführliche Informationen zu Förderprogrammen für Unternehmen.
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