Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

Die Kraft-Wärme-Kopplung-Technologie (KWK) ist die wohl effizienteste Form der Verwertung fossiler Energieträger: Sie dient der kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme, die mittels Sorptionskältemaschinen auch zur Kälteerzeugung genutzt werden kann. Damit sind Unternehmen in der Lage, ihren Energiebedarf durch optimale Ausnutzung der jeweiligen Energiepotenziale eigenständig zu decken. Häufig geschieht dies mit einem eigenen Blockheizkraftwerk (BHKW).

Es wird zwischen strom- und wärmegeführter Fahrweise von KWK-Anlagen unterschieden. Zumeist erfolgt die Auslegung von BHKW wärmegeführt, d.h. es wird die Deckung der Wärmegrundlast eines Unternehmens (25 – 40 Prozent des Spitzenwärmeleistungsbedarfes) angestrebt. Das BHKW deckt damit rund 60 – 75 Prozent des Jahreswärmebedarfes.

Der restliche Wärmebedarf wird durch einen Spitzenlastheizkessel gedeckt. Der mit dem BHKW erzeugte Strom wird soweit als möglich im eigenen Netz verbraucht, überschüssiger Strom gegen eine Einspeisungsvergütung ins öffentliche Stromnetz abgegeben. 

©fotolia, Petair

Wann lohnt sich ein BHKW?

BHKWs erreichen je nach Motorentyp und Systemeinbindung einen Nutzungsgrad von 70 bis 90 Prozent – bezogen auf die eingesetzte Primärenergie. Von daher sind BHKW insbesondere bei einem hohen konstanten Wärmebedarf eine Option für viele Unternehmen.

Die Wirtschaftlichkeit eines BHKW für das jeweilige Unternehmen ist von vielen Faktoren abhängig: Anschaffungskosten, jährliche Nutzungsdauer, Abschreibung je erzeugter kWh, Wartungskosten sowie die Entwicklung der Strom- und Brennstoffpreise. Hier sollten Sie im Vorfeld eine Analyse der innerbetrieblichen Wärmenachfrage für das Gesamtjahr erstellen und eine detaillierte Kostenrechnung. Lassen Sie sich von einer professionellen Energieberatung unterstützen!

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Im Rahmen des Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetzes (KWKG) gibt es Fördermöglichkeiten für KWK-Anlagen, für Wärme-und Kältespeicher sowie für die Verteilung der Endenergie durch Investitionen in Fernwärme-/Fernkältenetze.

Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 den Anteil der KWK-Stromerzeugung an der Gesamtnettostromerzeugung deutlich auf 25 Prozent zu erhöhen (gegenüber 15,4 Prozent in 2010).


Aktueller Stand Förderung der KWK

Am 01.01.2017 ist das KWK-Änderungsgesetz in Kraft getreten. Dieses besagt unter anderem, dass die KWK-Förderung für kleine Anlagen zwischen 1 und 50 MW künftig ausgeschrieben wird. Weitere Informationen des BMWi finden Sie hier.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner:

Thorben Vahlenkamp

0511 89 70 39-21

thorben.vahlenkamp [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Förderprogramme

Für KWK Anlagen gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten.
Förderprogramme