"Von der Vision zur Umsetzung: Transformation auf kommunaler Ebene" heißt die diesjährige gemeinsame Veranstaltungsreihe der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen vom Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN). Gemeinsam wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, die Energie- und Wärmewende vor Ort zu gestalten.
In der dritten Veranstaltung werfen wir dafür den Fokus auf die thermische Abfallbehandlung, die als zweitgrößter Emittent nach der Zementindustrie für schwer bzw. nicht vermeidbare CO2-Emissionen gilt. Insofern beschäftigt sich die Branche schon eingehend mit dem Thema CO2-Speicherung (Carbon Capture and Storages - CCS) und entsprechender Infrastruktur. Denn die Ziele sind ambitioniert, bis 2045 soll die Wirtschaft in Deutschland klimaneutral werden.
Martin Kühn, Referent für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der VKU Landesgruppe Niedersachsen/Bremen startet mit einer Einordnung des Themas und der aktuellen Gesetzeslage (Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetz – KSpTG) sowie des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), insbesondere unter Beachtung des Vorschlags der EU zur Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) und was dies für die Unternehmen bedeutet.
Wie CCS künftig bei der Abfallverbrennung umgesetzt werden könnte, hat die EEW Energy from Waste GmbH in ihrem Modelprojekt CaReS gemeinsam mit anderen Projektpartnern Yncoris, SEFE und OGE untersucht. Wir erfahren etwas über die CO₂-Wertschöpfungskette und wie eine Realisierung einer CO₂-Abscheideanlage mit einer Jahreskapazität von bis zu 300.000 Tonnen CO₂ am Standort des Chemieparks Knapsack und dem Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) überprüft wurde. Sarah Endres wird uns einen Einblick in die einzelnen Projektbereiche geben, die untersucht wurden.
Wie dann Transport und Speicherung von Kohlendioxid erfolgen kann, wird uns Dr. Kai Schulze von der VNG AG in seinem Beitrag zum Projekt CARBONECT näher vorstellen. Hier geht es um die effiziente Kombination von Infrastruktur und Speicherung und wie diese die Resilienz von Industriestandorten zukünftig sichern kann.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion!

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