Online-Veranstaltung: "Warm-up" - Erkenntnisse zur Nutzung mitteltiefer Geothermie in Norddeutschland
Die mitteltiefe Geothermie nutzt Erdwärme aus Tiefen zwischen 400 bis rund 2.000 Metern, wo stabile und vergleichsweise hohe Temperaturen vorliegen. Dadurch eignet sie sich als grundlastfähige Wärmequelle, die unabhängig von Wetterbedingungen kontinuierlich Wärmeenergie bereitstellt. Sie besitzt das Potenzial, künftig einen substanziellen Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmesektors zu leisten. Im Süddeutschen Molassebecken und im Oberrheingraben wird Geothermie bereits in größerem Umfang genutzt. Im Norddeutschen Becken gibt es dagegen bisher nur wenige umgesetzte Projekte. Ein Grund dafür ist die komplexere geologische Struktur des Untergrunds.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Forschungsprojekts „Warm-Up“ wurden zentrale Fragestellungen zur Nutzung mitteltiefer Geothermie in Norddeutschland untersucht. Die Veranstaltung stellt zentrale Ergebnisse des Projekts vor und diskutiert deren Bedeutung für die weitere Entwicklung der mitteltiefen Geothermie im norddeutschen Raum. Das Projekt wurde von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), dem Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung (ECOLOG) gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) bearbeitet.
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Die KEAN freut sich mit der Vorstellung des Projektes Warm-Up im Rahmen der Wochen der Wärme 2026 die Nutzung von grundlastfähiger Geothermie für die Energiewende in Niedersachsen weiter voranzubringen.
Ablauf:
- Begrüßung (Yvonne Bönner/ Dr. Georg Schuchardt, KEAN)
- Kurze Einführung "Warm-Up" (Dr. Simone Röhling, BGR)
- Einführung Geothermieprojekte (Dubletten): Was zu beachten ist, Einsatz von Wärmepumpen, Reservoirverhalten (Stefanie Krug, BGR)
- Wirtschaftlichkeit von Geothermieprojekten, Wärmenachfrage / Abnahmestrukturen (Janis Weber/ Simon Richter, IÖW)
- Akteurskonstellationen, Finanzierung, Website-Inhalte und wichtige weiterführende Infos (Dr. Lars Holstenkamp/ Johanna Jekel, ECOLOG)
- Zeit für Austausch und Diskussion