2.000ste Grüne Hausnummer

Reihenmittelhaus aus den 1950er Jahren erreicht KfW-55-Standard

Familie Sunder/Weber aus Lüneburg hat ihr Reihenmittelhaus aus den 1950er Jahren umfassend saniert und wohnt nun sehr energieeffizient: das Dachgeschoss wurde ausgebaut, der Schallschutz verbessert, die Gebäudehülle gedämmt und eine komfortable Heizanlage mit Wärmepumpe installiert.

Nachdem Familie Sunder/Weber ihr Reihenmittelhaus mit Baujahr 1951 erworben hat, hat sie es für ihre Bedürfnisse umgestaltet und auf den neuesten energetischen Stand gebracht. Birgit Sunder hat als Architektin den Umbau selbst geplant und begleitet. Das Dachgeschoss wurde ausgebaut und das Haus mit einer Wärmedämmung an der Fassade, neuen effizienten Fenstern und einem neuen, gut gedämmten Dach versehen. Auch die Technik ist neu: Eine Wärmepumpe sorgt für eine nachhaltige Wärmeversorgung, ihren Strom kann sie teilweise aus der PV-Anlage auf dem Dach beziehen. Die Warmwasserversorgung wird außerdem durch eine Solarthermieanlage unterstützt. 

Das Haus der Familie Sunder/Weber war das 2.000ste, das in Niedersachsen eine Grüne Hausnummer erhielt. Die Jubiläumshausnummer wurde von Niedersachsens Umweltminister Meyer persönlich überreicht. RTL Nord hat aus diesem Anlass über die Sanierung berichtet:

 

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Neben dem behaglichen Wohngefühl ist die vierköpfige Familie auch stolz auf ihre gute Energiebilanz: „Als Architektin ist das Thema »nachhaltiges Bauen« für mich allgegenwärtig und so war es letztendlich nur konsequent unser unsaniertes Reihenmittelhaus möglichst effizient, klimafreundlich und nachhaltig umzubauen“, erklärt Frau Sunder. „Neben der Sanierung der Gebäudehülle war es uns auch ein Anliegen im Gebäudeinneren einen hohen Wohnkomfort zu erzielen. Das konnten wir durch den Einbau von Schallschutzwänden mit Lehmputz sowie Wand- und Fußbodenheizungen sehr gut erreichen. Der Klimaschutz liegt uns als Familie am Herzen und wir freuen uns über jedes alte Gebäude, das energetisch saniert wird und dann weniger Energie und Ressourcen verbraucht.“

Die Wärmepumpe als Gestaltungselement

Fußbodenheizung im Erdgeschoss

Neuer Wohnraum im Dachgeschoss

Die Fakten

  • Reihenmittelhaus
      • Baujahr: 1951
      • Sanierung und Wohnraumerweiterung: 2022
  • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55:
      • Endenergiebedarf dieses Gebäudes: 23,44 kWh/m²a
      • Primärenergiebedarf dieses Gebäudes: 20,61 kWh/m²a
  • Sanierungsmaßnahmen:
      • Erneuerung des Dachstuhls und Dämmung des Dachs
      • Fassadendämmung
      • Dämmung der Kellerdecke
      • Erneuerung der Fenster
      • Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe
      • Komplette Umstellung auf Flächenheizungen:
        Fußboden- und Wandheizungen in den Räumen
      • Solarkollektoranlage für Warmwasser
      • PV-Anlage
      • Verbesserung des Schallschutzes zu den Nachbarhäusern:
        Leichtbauwände mit 10 cm Mineralwolle und innenseitigem Lehmputz (in einigen Räumen kombiniert mit Wandflächenheizung )

Planung: Birgit Sunder

Die Bauteile im Detail

Gebäudeansichten nach der Sanierung

Gebäudeansichten vor der Sanierung

Erneuerung des Dachstuhls

Das neu ausgebaute Dachgeschoss

Das Dachgeschoss bekommt eine Wandflächenheizung hinter Lehmputz

Das Dachgeschoss vor dem Umbau

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