In diesem Jahr ist der Einbau eines 200 Liter großen Rücklauf-Pufferspeicher geplant. Dies ist notwendig, weil das Heizwasservolumen von ca. 80 Litern für das Abtauen nicht ausreicht und Detlef Schuster aktuell den Heizstab zum Abtauen benötigt. Der Rücklauf-Pufferspeicher wird im Rücklauf hängen, kurz vor dem Übergang zur Wärmepumpe nach außen. Bei Warmwasserbetrieb soll der Rücklauf über ein Drei-Wege-Ventil am Puffer vorbeilaufen, damit sich der Pufferspeicher nicht auf ca. 48°C erwärmt. Dies ist der ungefähre Rücklaufwert am Ende der Warmwasserbereitung. Danach wird wieder in den Heizbetrieb gewechselt. „Es ist weniger effizient, wenn Wasser mit hohen Temperaturen zu den Heizkörpern fließt“, erläutert Detlef Schuster. „Für alle anderen Betriebsfälle ist der Heizstab deaktiviert. Dieser schaltet sich nur dann automatisch ein, wenn die Rücklauftemperatur beim Abtauen unter einen entsprechenden Wert fällt.“, so Schuster weiter. Nach der Installation des Rücklaufpufferspeichers wird der Heizstab nicht mehr zum Abtauen benötigt.
Eine Installation von Photovoltaik auf dem Dach ist ebenfalls 2023 geplant, eine Lüftungsanlage hingegen nicht.
Jeden Abend gegen 18 Uhr führt Detlef Schusters Weg ihn in das „Testlabor Schuster“, den Heizungskeller. In detaillierten Excellisten werden die Stromverbräuche und die Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe dokumentiert. „Beobachten, berechnen, anpassen und nachhalten aller Einstellungen machen mir große Freude.“ so Schuster. Sein Ziel: die perfekt eingestellte Wärmepumpe. Im Zusammenhang mit der Wärmepumpe spricht er von „Temperierung“ und nicht vom „Heizen“, weil hohe Temperaturen, wie wir sie mit Verbrennung erreichen, für das Erwärmen eines Hauses nicht nötig sind. Im Gegenteil: Je niedriger die Betriebstemperaturen einer Wärmepumpe, desto effizienter arbeitet sie.
„Deshalb haben wir auch alle Heizkörper durch größere ersetzt, denn die größeren Heizflächen gleichen das wieder aus.“ erläutert Detlef Schuster. „Entgegen vieler Vorurteile zeigen wir hier in diesem alten Haus aber vor allem eines: die Wärmepumpe bewährt sich auch im nur wenig sanierten Bestand. Das freut mich als Bewohner des Hauses, aber vor allem als Energieberater! Wir haben den Charakter des Hauses bewahrt und zeigen dennoch, wie es mit moderner Wärmepumpentechnologie effizient und CO2-frei erwärmt werden kann.“ Von zentraler Bedeutung ist deshalb diese Botschaft von Petra Hundertmark: „Was wir hier in dem alten Haus zeigen, ist andernorts genauso umsetzbar.“