Meike und Volker Gärtner aus Goslar

Landespreis Grüne Hausnummer: 3. Platz und 500 Euro Preisgeld

Vier vorbildlich sanierte Wohngebäude und zwei Neubauprojekte wurden in diesem Jahr mit dem niedersächsischen „Landespreis Grüne Hausnummer 2020“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt bereits zum fünften Mal besonders herausragende Träger der „Grünen Hausnummer“ für energieeffizientes Sanieren und Bauen.

Einen dritten Preis des Landespreises "Grüne Hausnummer" haben in diesem Jahr Meike und Volker Gärtner aus Goslar gewonnen! Meike und Volker Gärtner haben 2014 ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert in der Goslarer Altstadt erworben und komplett mit Einzelmaßnahmen saniert. Das heutige Mehrfamilienhaus wird vermietet, eine der drei Wohneinheiten wurde barrierefrei gestaltet.

Das Fachwerkhaus war 2013 durch einen Dachstuhlbrand beschädigt und unbewohnbar geworden. Löschwasser, eindringendes Wasser von oben und Feuchtigkeit im Keller setzten der Struktur des Hauses stark zu, sodass es bei der Sanierung komplett entkernt werden musste. Das Fachwerk wurde Stück für Stück erneuert und wieder ausgemauert. Die Innen- und Dachdämmung erfolgte mit Holzfaserplatten.

Zum Einsatz kamen auch wiederentdeckte Ökobaustoffe wie Holzwolle-Leichtbauplatten und Dampfbremspapier in Kombination mit Lehmputz. Es wurde eine neue Heizung installiert und im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung eingebaut. Das komplette Bauprojekt wurde von Firmen aus der Region ausgeführt.

Das Haus fügt sich heute wieder ins Stadtbild ein.

Die Begründung der Jury

"Meike und Volker Gärtner erwarben 2014 ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus mit Lehmbauweise aus dem 17. Jahrhundert in der Goslarer Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) und sanierten es 2017 bis 2019 komplett mit KfW-Einzelmaßnahmen. Das heutige Mehrfamilienhaus wird vermietet, eine der drei Wohneinheiten wurde barrierefrei gestaltet. 

Das Fachwerkhaus wurde 2013 durch einen Dachstuhlbrand beschädigt und dadurch unbewohnbar. Löschwasser, eindringendes Regenwasser durch das zerstörte Dach und aufsteigende Feuchtigkeit setzten der Struktur des Hauses stark zu, sodass es nach Erwerb durch die Familie Gärtner komplett entkernt werden musste. Das Fachwerk wurde Stück für Stück erneuert und wieder ausgemauert. Die Innen- und Dachdämmung erfolgte mit Holzfaserplatten. Besonders innovativ ist hier der Einsatz wiederentdeckter Ökobaustoffe wie Holzwolle-Leichtbauplatten und Dampfbremspapier in Kombination mit Lehmputz. Mit der neu installierten Heizung wurde im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung eingebaut.

Die Jury würdigt die sehr aufwendige und mit großem persönlichem Engagement durchgeführte Sanierung als ein gutes Beispiel für eine energetische Altstadtsanierung und den Umgang mit Denkmälern. Trotz der notwendigen Entkernung blieben wichtige Elemente erhalten, auch durch die der Bauweise sehr angemessene Materialwahl. Der nachhaltige Ansatz, ein 300 Jahre altes Gebäude wieder zu nutzen, ist für die Fachjury ebenso hervorzuheben. Die Jury würdigt das Engagement der Eheleute Gärtner mit einem dritten Preis."

Jurymitglied Professor Heiner Lippe zur Sanierung der Gärtners

Das Dachgeschoss während...

... und nach der Sanierung

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