Swantje und Martin Theben aus Hitzacker

Landespreis Grüne Hausnummer: 1. Platz und 1.500 Euro Preisgeld

Vier vorbildlich sanierte Wohngebäude und zwei Neubauprojekte wurden in diesem Jahr mit dem niedersächsischen „Landespreis Grüne Hausnummer 2020“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt bereits zum fünften Mal besonders herausragende Träger der „Grünen Hausnummer“ für energieeffizientes Sanieren und Bauen.

Den ersten Preis des Landespreises "Grüne Hausnummer" haben in diesem Jahr Swantje und Martin Theben aus Hitzacker gewonnen! Das Paar hat das Gesindehaus einer alten Herrenmühle aus dem 18. Jahrhundert gekauft und mit ökologischen und regionalen Baumaterialien wie Lehm, Holz, Holzfaser und Recyclingdämmstoffen, saniert.

Dabei haben sie den ursprünglichen Charakter des teilweise denkmalgeschützten Gebäudes erhalten und den KfW-Effizienzhausstandard 70 erreicht. Für ein Gebäude diesen Alters ein sehr gutes Ergebnis. Bei der Umnutzung haben die Thebens die vorhandenen Baumaterialien geborgen und weiter verwendet.

Auch darüber hinaus kam viel wiederverwendetes Material zum Einsatz, zum Beispiel Dachpfannen, Mauerziegel, Altholz und Türen. Die neuen Fenster wurden aus heimischem Eichenholz gearbeitet. Der bestehende Lehmgrundofen wurde in das Heizsystem des Gebäudes eingebunden, ebenso wie eine Solarthermie-Anlage, die im Einklang mit dem Denkmalschutz gefertigt und installiert wurde.

Swantje und Martin Theben können sich über den 1. Preis des Landespreises "Grüne Hausnummer 2020" freuen.

Die Begründung der Jury

"Die Eheleute Theben haben das teilweise unter Denkmalschutz stehende Gesindehaus von 1780 auf dem Gelände der Herrenmühle Hitzacker im Jahr 2015 zu einem KfW-Effizienzhaus 70 saniert. Durch die Aufarbeitung ursprünglicher Materialien, ist es den The-bens gelungen, den Gebäudecharakter zu erhalten. Die denkmalgeschützte Fassade an der Hofseite wurde mit einer Innendämmung versehen, die übrigen Wände konnten von außen gedämmt werden. Auch Fenster wurden erneuert und das Dach gedämmt.

Neben der Verwendung von nachhaltigen und regionalen Baustoffen wurde auch auf eine Wiederverwendung von Bauteilen geachtet. Der bestehende Lehmgrundofen wurde in das Heizsystem des Gebäudes eingebunden, ebenso wie eine Solarthermie-Anlage, die im Einklang mit dem Denkmalschutz gefertigt und installiert wurde.

Die rundum sehr gelungene Sanierung des teilweise denkmalgeschützten Gebäudes hat die Fachjury des Landespreises zur Grünen Hausnummer in Niedersachsen überzeugt. Das Projekt ist nicht nur insgesamt ästhetisch sehr ansprechend, sondern auch ein gutes Bespiel für nachhaltiges Sanieren. Die Jury würdigt das Projekt mit dem ersten Preis."

... und nach der Sanierung

Jury-Mitglied Pia Grund-Ludwig zum Projekt

Pia Grund-Ludwig, Chefredakteurin des Gebäudeenergieberaters und Mitglied der sechsköpfigen Fachjury erklärt.

Video zum ausgezeichneten Projekt der Thebens

Das Projekt der Thebens wurde in einem Video näher vorgestellt. Das Video wurde von "Klimapakt Lüchow-Dannenberg" erstellt und geht in einer kurzweiligen Dokumentation auf diesjährige Gewinner einer "Grünen Hausnummer" aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg ein.

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