Wohnungseigentümergemeinschaft Schwalbenstraße 24, Bad Essen

Landespreis Grüne Hausnummer 2021: 1. Platz und 1.500 Euro Preisgeld

Drei vorbildlich sanierte Wohngebäude und ein Neubau werden in diesem Jahr mit dem niedersächsischen „Landespreis Grüne Hausnummer 2021" ausgezeichnet. Der Preis würdigt bereits zum sechsten Mal besonders herausragende Träger der „Grünen Hausnummer" für energieeffizientes Sanieren und Bauen.

Den ersten Preis des Landespreises "Grüne Hausnummer" hat die Wohnungseigentümergemeinschaft Schwalbenstraße 24 aus Bad Essen erhalten. Das 1970er-Jahre Mehrfamilienhaus der WEG war in die Jahre gekommen, Plattenfassade und Dach sanierungsbedürftig. Das nahm die Gemeinschaft zum Anlass, eine Energieberatung für das Gebäude in Anspruch zu nehmen. Mit Hife eines Architekten haben die Eigentümerinnen und Eigentümer schließlich eine umfassende energetische Sanierung des gesamten Gebäudes umgesetzt, es erreicht nun den KfW-Effizienzhausstandard 70. Die Wärmeversorgung ist komplett auf eine Holzpelletheizung umgestellt, Dach und Fassade sind gedämmt und die Fenster erneuert.

Auch architektonisch ist das Gebäude nun auf dem neusten Stand. Das oberste Geschoss wurde in der Fassade anders gestaltet und somit optisch abgesetzt. So wirkt das Gebäude niedriger und in der Umgebung weniger dominant. Die gute Planung führte nicht nur zu hoher Effizienz, es konnten auch Ressourcen eingespart werden. Da beispielsweise ein detaillierter Wärmebrückennachweis bei der Berechnung des Gebäudes geführt wurde, konnte der Effizienzstandard mit vergleichsweise wenig Bau-und Dämmmaterial erreicht werden.

Das Gebäude vor der Sanierung

Das Gebäude nach der Sanierung

Eingangsbereich nach der Sanierung

Aus der Begründung der Jury

"Die rundum sehr gelungene Sanierung dieses typischen Mehrfamilienhauses aus den 1970er Jahren hat die Fachjury des Landespreises zur Grünen Hausnummer in Niedersachsen überzeugt. Die Jury würdigt, dass in einer WEG ein Konsens für eine solch umfassende Sanierung erzielt wurde. Das Projekt ist außerdem ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Bestandsgebäude wie auch deren räumliches Umfeld im Zuge einer energetischen Sanierung auch optisch deutlich aufgewertet werden können."

Architektenentwurf der Sanierung

Eigentümerin Rohlfes und Planer Lars Reitmeier bei der Preisverleihung

powered by webEdition CMS