Kür oder Pflicht?

Kommunale Wärmeplanung

Deutschland hat sich mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz das Ziel gesetzt, bis 2045 treibhausgasneutral zu sein. Dieses Ziel erreichen wir, wenn wir unsere Wärmeversorgung auf eine ganz neue Basis stellen und zukünftig ohne fossile Brennstoffe auskommen. Bei der umfassenden Neugestaltung der Wärmeversorgung kommt hier den Kommunen eine zentrale Rolle zu. Unterstützt werden sie bei der Ausgestaltung dieses Transformationsprozesses durch das strategische Planungsinstrument der Kommunalen Wärmeplanung.

Was ist eine "Kommunale Wärmeplanung"?

Die Kommunale Wärmeplanung (KWP) ist ein strategisches, langfristiges Planungs-instrument von Städten und Gemeinden, mit dem sie systematisch untersuchen und festlegen, wie die zukünftige Wärmeversorgung ihres Gebiets klimaneutral, effizient und verlässlich gestaltet werden soll. Die Kommune übernimmt in der Wärmeplanung die wichtige Rolle einer strategischen Steuerungsinstanz, die den Prozess leitet, unterschiedliche Akteure einbindet und den Rahmen für eine klimaneutrale und sichere Wärmeversorgung im Gemeindegebiet im Sinne der Daseinsvorsorge schafft. Im Ergebnis werden die Leitplanken der Wärmewende unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten definiert. Auf dieser Basis kann die Kommune die Wärmewende gezielt durch quartiersbezogene Ansätze zur verstärkten Nutzung von dezentralen Wärmepumpen im Bestand oder den Bau von Wärmenetzen als Werkzeug zur Wärmeverteilung unterstützen.

 

                                                    Schematischer Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung nach WPG

Bereits im Sommer 2022 wurden im Niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG) die 95 Mittel- und Oberzentren Niedersachsens zur Wärmeplanung verpflichtet. Zudem hat die enge Verknüpfung von Wärmeplanung und Gebäudeenergiegesetz (GEG) die Diskussion um die Wärmewende beschleunigt. Mit der Novelle des NKlimaG Ende 2025 erfolgte eine Ausweitung der Pflicht auf alle Einheits- und Samtgemeinden Niedersachsen. Daher hat die KEAN ein umfangreiches Informations- und Unterstützungsangebot für Kommunen aufgebaut, um das Landesziel einer treibhausgas-neutralen Wärmeversorgung bis 2040 zu erreichen.

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