Hilfen bei der Datenerfassung und Berichterstellung

Software und Digitalisierung

Digitale Hilfsmittel und passende Software spielen im kommunalen Energiemanagement eine immer größere Rolle. Wir stellen Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Tools vor. Bei aller Digitalisierung: Das Zusammenspiel einzelner Komponenten wie z.B. Software und automatisierte Datenerfassung wird immer wichtiger.

Energiemanagement-Software

Wenn man bedenkt, wie viele unterschiedliche Zählerstände, Verbrauchswerte und damit verbundenen Kennwerte bei einem professionellen kommunalen Energiemanagement (KEM) anfallen, wird deutlich, dass klassische Tabellenkalkulationsprogramme schnell an ihre Grenzen stoßen. Softwareprodukte für das kommunale Energiemanagement bieten daher die Möglichkeit, die Energie- und Wasserverbrauchsdaten zentral zu erfassen und zu verwalten. Die Kennwertbildung geschieht automatisiert, Wetterdaten für die Durchführung einer witterungsbereinigten Wärmeverbrauchsauswertung sind häufig bereits hinterlegt. Letztendlich kann eine gute Software aus den hinterlegten und individuell erfassten Daten einfach die Darstellungen für einen kommunalen Energiebericht generieren.

Verschiedene Softwarehersteller bieten Produkte an, die auf die Bedürfnisse von Kommunen ausgerichtet sind. Der Leistungsumfang und die mit einer Produktlizenz verbundenen Kosten variieren stark, so dass eine Entscheidung für „die richtige Software" stets von den individuellen Anforderungen in der Kommune abhängt.

Vor Beschaffung einer Energiemanagementsoftware steht für die Kommunalverwaltung daher die Aufgabe, sich Gedanken über die Anforderungen an eine Software zu machen. Diese Kriterienliste (PDF) bietet Hilfestellung für die Beschaffung der Software.

Das BAFA hält auf dieser Seite eine Liste mit Software-Produkten bereit, die förderfähig sind nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie "Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft - Zuschuss" vom 15. Februar 2020. Die Liste bietet keinen vollständigen Überblick über die auf dem Markt erhältlichen Produkte dieser Art und informiert Unternehmen ausschließlich über die passende Softwarelösungen zur Einführung/Aufrechterhaltung der ISO 50001. Sie soll darüber hinaus aber nicht als Entscheidungshilfe für die Auswahl geeigneter Software dienen.

In unseren zahlreichen Veranstaltungen rund um das Thema kommunales Energiemanagement stellen sich häufig Dienstleister:innen vor, die mit ihren Produkten und Softwarelösungen Kommunen bezüglich des Energiemanagements unterstützen. 

Automatische Zählerdatenerfassung

Eine Kommune kann ihre Liegenschaften nur dann sinnvoll energetisch verbessern, wenn sie genau weiß, wie viel Energie jedes Gebäude verbraucht. Dazu benötigt sie fundierte Daten. Die Erfassung der gesammelten Daten ist oft aufwändig – aber es gibt automatisierte Hilfe.

Kommunales Energiemanagement (KEM) bedeutet weit mehr, als nur Verbrauchsdaten zu sammeln. Es ist ein strategischer Prozess, der Kommunen hilft, ihre Energieverbräuche gezielt zu erfassen, zu analysieren und dadurch wirksame Maßnahmen zum Einsparen zu entwickeln.

KEM-Software und digitale Datenerfassung gehören zusammen

Das KEM-Team der KEAN erhält recht häufig Fragen zur Energiemanagementsoftware – Fragen zur Datenerfassung spielen hingegen eine ungleich geringere Rolle. Dementsprechend ist die KEM-Software in vielen Kommunen zwar vorhanden, wird jedoch nur "händisch“ und oft nur quartalsweise oder auch jährlich mit erhobenen Daten gefüttert. So ist jedoch kein erfolgreiches KEM umsetzbar, da der Effizienzvorteil der Software teilweise durch die ineffiziente und oft unzureichende Datenerhebung aufgehoben wird.

Eine digital unterstützte automatische Zählerdatenerfassung muss somit von Beginn an mitgedacht und beschafft werden, wenn eine Kommune ein professionelles KEM installieren möchte.  

Die Vorteile der automatischen Zählerdatenerfassung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Hohe Datenqualität und Verlässlichkeit:
    Automatische Erfassung verhindert Ablese‑ und Eingabefehler und sorgt für präzise, lückenlose Daten.
  • Zeitnahe Erkennung von Fehlentwicklungen:
    Kontinuierliche Datenerfassung ermöglicht ein Frühwarnsystem, das Leckagen oder Verbrauchsanomalien sofort sichtbar macht.
  • Entlastung der Mitarbeitenden:
    Wegfall manueller Ablesungen spart Zeit und erlaubt den Fokus auf wichtigere Aufgaben.
  • Gute Datengrundlagen führen zu klugen Entscheidungen:
    Detaillierte Datenanalysen unterstützen fundierte Investitions‑ und Klimaschutzentscheidungen.
  • Nahtlose Integration in Energiecontrollingsysteme:
    Automatisierte Datenflüsse machen Energiecontrolling effizient und professionell.
  • Berichterstattung mit höherer Qualität:
    Präzise Daten verbessern Energieberichte und machen Optimierungspotenziale transparent.

Automatische Zählerdatenerfassung wird wichtiger

Die Anforderungen an Kommunen steigen kontinuierlich: Klimaschutzkonzepte, Energieberichte, mögliche gesetzliche Vorgaben und steigende Energiekosten verlangen nach einer verlässlichen, digitalen und effizienten Datenbasis. Automatische Zählerdatenerfassung ist dafür ein unverzichtbares Fundament.

Sie unterstützt Kommunen dabei, Transparenz über alle Liegenschaften zu gewinnen, Energieeffizienzmaßnahmen gezielt zu planen, CO₂‑Emissionen zu reduzieren und den Haushalt nachhaltig zu entlasten.

Für den Gesamtprozess Kommunales Energiemanagement bleibt natürlich festzuhalten: Auch eine manuelle Zählerdatenerfassung ist wichtig und daher besser als gar keine – Automatisiert jedoch schafft sie neben Transparenz, eine Zeit- und Kostenersparnis und bildet die Grundlage für wirksamen Klimaschutz in kommunalen Liegenschaften.

In Verbindung mit dem über Kom.EMS implementierten Energiemanagement entsteht so auch ein leistungsfähiges System, das Kommunen nachhaltig zukunftsfähig macht.

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Florian Lörincz

0151 514 734 08
florian.loerincz [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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