Kommunale Wärmeplanung

Bis zum Jahr 2050 soll die Energieversorgung in Deutschland im Wesentlichen klimaneutral erfolgen. Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht bis zum Jahr 2030 eine Minderung der Treibhausgasemissionen um 67 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 vor. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Wärmeversorgung unserer Gebäude energetisch auf neue Füße gestellt wird und ohne fossile Brennstoffe auskommt. Bei diesem Umbau der Wärmeversorgung sind die Kommunen wichtige Akteure.

Was ist kommunale Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung ist ein langfristiger und strategisch angelegter Prozess mit dem Ziel einer weitgehend klimaneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2050. Sie ist als integraler und eigenständiger Teil der kommunalen Energieleitplanung zu verstehen. Grundsätzlich sollte die Wärmeplanung das gesamte Gemeindegebiet umfassen und die privaten Wohngebäude, die kommunalen Liegenschaften und die gewerblichen Gebäude darstellen.

Die Kommune übernimmt bei der Planung und Entwicklung der Wärmeinfrastruktur eine sehr wichtige Rolle: Sie ist zuständig für die räumliche Planung, verfügt über die relevanten Kenntnisse und Daten zum Gebäudebestand und sie ist vielfach Inhaberin der Wegerechte und Eigentümerin der Infrastruktureinrichtungen. Sie kann durch ihre räumliche Nähe und ihren Auftrag zur Daseinsvorsorge maßgeblich dazu beitragen, die Bürgerschaft und Unternehmen für das Thema zu gewinnen.

Der Leitfaden

Die KEAN hat deswegen einen Leitfaden Kommunale Wärmeplanung entwickelt. Er soll Städte und Gemeinden beim Aufbau einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung unterstützen – mit praktischen Arbeitshilfen, Informationen zu Förderprogrammen und Praxisbeispielen aus Niedersachsen.

Der Leitfaden gibt einen Überblick über den Prozess der Wärmeplanung und stellt in sechs Arbeitshilfen Details der Planungsschritte, mögliche Technologien, Beispiele aus der Praxis und Fördermöglichkeiten vor.

Wärmegutscheine für niedersächsische Kommunen

In den Landkreisen des westlichen Niedersachsens werden Machbarkeitsstudien zur Weiterentwicklung von Wärmeinfrastrukturen in Form von sogenannten Wärmegutscheinen durch die EU sowie die INTERREG Deutschland Niederlande gefördert. Auf lokaler Ebene werden so die Vorplanungen unterstützt und die Entwicklung neuer Maßnahmen wird angestoßen.

Mögliche Förderempfänger sind Kommunen, KMU und weitere Organisationen und Initiativen (öffentliche und private), die eine Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung von Wärmeinfrastruktur im Programmgebiet durchführen lassen möchten.

Das Programmgebiet umfasst die folgenden niedersächsischen Landkreise und Städte:

  • Osnabrück (Landkreis)
  • Emsland (Landkreis)
  • Vechta (Landkreis)
  • Cloppenburg (Landkreis)
  • Oldenburg (Landkreis)
  • Leer (Landkreis)
  • Ammerland (Landkreis)
  • Wesermarsch (Landkreis)
  • Aurich (Landkreis)
  • Wittmund (Landkreis)
  • Friesland (Landkreis)
  • Wilhelmshaven (Stadt)
  • Emden (Stadt)
  • Delmenhorst (Stadt)
  • Osnabrück (Stadt)

Die förderfähigen Kosten pro Studie liegen bei maximal 15.000 € mit einer Förderquote von 45 Prozent. Erfolgt die Zusammenarbeit mit einem externen Auftragnehmer aus dem Nachbarland steigt die Förderquote auf 50 Prozent.
Die Einreichungsfrist dieses Aufrufs ist der 31.08.2020.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website der „Task Force Wärmewende". Bei weiteren Fragen stehen wir gerne für Sie zur Verfügung.

Kontakt

Ruth Drügemöller

0511 89 70 39-27
ruth.druegemoeller [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Kontakt

Dr. Georg K. Schuchardt

0511 897039-26
georgkonrad.schuchardt [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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