Die Fakten zur Freiflächen-Photovoltaik:
-
- 10 MW auf einer Fläche von etwa zehn Hektar; technische Betriebsführung durch JUWI
- Jahresstromertrag von etwa 10 Mio. kWh/a. (entspricht einem Jahres-Stromverbrauch von fast 3.000 Haushalten unter der Annahme, dass 3.500 kWh/a verbraucht werden)
- Eigenverbrauchsquote: 70 bis 80 %
- Deckt > 20 % (ca. 6 GWh) des jährlichen Strombedarfs des Unternehmens
- CO₂-Reduktion durch die PV-Freiflächenanlage: 3.630 CO₂ t/a
Christoph Spies, Inhaber und Geschäftsführer der SPIES Kunststoff GmbH, sagt:
Durch die direkte Nutzung des grünen Stroms aus unserer PV-Anlage reduzieren wir unseren CO₂-Fußabdruck erheblich und stärken gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Standortsicherheit. Dies ist ein entscheidender Schritt auf unserem Weg zur Klimaneutralität am Standort Gesmold. 
Nachhaltigkeitsmanager Dennis Müller freut sich:
Eine Investition in grüne Energie bedeutet auch einen Schritt hin zu mehr Autarkie. 
Energiemanagement als Schlüssel auf dem Weg zur Klimaneutralität
Eine wesentliche Rolle für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei SPIES spielt das Energiemanagement. Angestoßen durch den hohen Energiebedarf und der Ausgleichsregelung aus dem Jahr 2012 betreibt das Unternehmen seit inzwischen 13 Jahren ein nach ISO 50001 zertifiziertes EnMS. Dieses wird konsequent genutzt, um Energieeffizienzmaßnahmen zu identifizieren, umzusetzen und eine kontinuierliche Optimierung zu verfolgen.
Um den Energieverbrauch weiter zu senken, hat SPIES strategische Ziele definiert: Mit Maßnahmen auf Basis des Energiemanagementsystems erreichte das Unternehmen bis 2025 eine Einsparung von rund 25 Millionen Kilowattstunden, bezogen auf das Referenzjahr 2015. Bereits realisierte Einsparmaßnahmen umfassen die Modernisierung von Lüftungs-, Beleuchtungs- und Druckluftsystemen sowie die kontinuierliche Erneuerung und Optimierung von Produktionslinien. Die Optimierung der Belüftungsanlagen führte zu Einsparungen von 243.037 kWh/a, eine Hydraulikdruckabsenkung an drei Spritzgießmaschinen zu weiteren ~ 84.000 kWh p.a.. Darüber hinaus konnte das strategische Ziel, die Kältesysteme zu optimieren und dadurch mindestens 5 % der eingesetzten Energie einzusparen, erfolgreich erreicht werden. So werden jährlich nun etwa 637.000 kWh eingespart. In den letzten drei Jahren wurden Maßnahmen umgesetzt, die zu einer jährlichen Einsparpotenzial von 728.757 kWh geführt haben. Weitere Maßnahmen befinden sich derzeit in der Evaluierung und werden das Einsparpotential weiter erhöhen.